Menschlichkeit in Zeiten von COVID-19

Menschlichkeit

In Krisenzeiten wie der derzeit bestehenden Pandemie ist die Praxis der Menschlichkeit tatsächlich eine Kunst – eine Kunst in Wort und Tat.

Denn wie die nun so wichtige Menschlichkeit praktizieren, wenn man selbst verunsichert ist, wenn man sich gesundheitlich bedroht sieht, wenn man seinen Arbeitsplatz verloren hat, wenn man sich deprimiert fühlt, gestresst, frustriert oder einsam?

Ein Weg könnte sein, ab und zu den Blick von unseren eigenen Problemen und Herausforderungen zu nehmen und auf andere zu schauen: Versetzen wir uns in die Schuhe der anderen und versuchen, ein „wahrer Mensch“ – im positivsten Sinne des Wortes – zu werden! Die Praxis der Ethik findet im Alltag statt.

Nach „lieben” ist „helfen” das schönste Zeitwort der Welt. (Bertha von Sutter)

Wir möchten hier ein Forum zur Verfügung stellen, in dem jede/r Erfahrungen oder Beobachtungen berichten kann, etwa was ihm oder ihr in den letzten Wochen und Monaten der Krise an kleinen und großen Taten der Menschlichkeit widerfahren ist oder was er oder sie getan hat, um anderen Menschen das Leben zu erleichtern oder ihnen eine Freude zu bereiten.

Ziel ist: uns alle zu ähnlichen Taten zu motivieren und kreativ werden zu lassen, wie wir uns gemeinsam gegenseitig das Leben in diesen besonderen Zeiten erleichtern können.

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren. (Albert Schweitzer)

Wie hat Ihrer Meinung nach COVID-19 unsere Welt beeinflusst? Welche positiven Veränderungen sehen Sie in Bezug auf Familie, Freunde, Gewohnheiten? Nehmen Sie Veränderungen in Ihrer Sichtweise und Ihren Werten wahr? Haben Sie Eigenschaften entdeckt, an denen Sie arbeiten möchten?

Bitte schreiben Sie Ihre Meinung oder Kommentare unten auf die Seite.

21 Kommentare

  • M.S. sagt:

    As a second hard lockdown is upon us, I enjoyed reading this article again. Thank you for the questions that help us dig deeper and try to make more sense of it all.

    In my view this unprecedented pandemic, which has brought so many challenges for most of humanity, has also offered a plethora of lessons and learning opportunities. During this period I have tried to see what I can do to make life a bit easier for people around me, starting with my own family and then trying to go beyond. Dealing with small children during lockdown (and quarantine) has forced me to work (a lot) more on my patience and creativity. Looking around me I see that many people are very lonely and isolated and sometimes sad and frustrated (maybe even more so now during the second wave when it’s colder and darker outside), this reminds me of the importance of small acts such as making regular phone calls and organizing online meetups just to see how family and friends are doing and to be there for them.

    In terms of how the pandemic has changed the world in positive ways, I think that it has perhaps made it a little less superficial, it has forced me and most others to simplify our lifestyles. Although for some of us life has become more intense in some ways, I believe our simplified lifestyles also allow us some more time to reflect and work on ourselves and focus on what really matters. Maybe we don’t take things as much for granted anymore, our own health, our health care systems, jobs, incomes, the possibility to move around freely, to travel, to see and hug our loved ones, maybe we don’t take life as such as much for granted anymore. I think I don’t.

    It’s also been a humbling experience to watch this microscopic virus turn the whole world upside down, to see that we are not in control no matter how much we’d like to believe we are. For me, it’s an unfolding lesson in human vulnerability and the transient nature of this life and world.

  • K sagt:

    Danke für den inspirierenden Artikel. Covid-19 ist für mich eine nützliche Erinnerung, wie vergänglich und verletzlich wir sind, wie wenig Zeit uns vielleicht bleibt, um an uns zu arbeiten und Gutes zu tun. Also eine Motivation, menschlicher zu handeln, mehr auf Rechte und Pflichten zu achten. Unser Ego möchte davon freilich wenig hören und spiegelt lieber „dringende“ und oft leere materielle Bedürfnisse vor.
    Es ist interessant zu beobachten, wie Druck und Herausforderungen uns neue Seiten von uns selbst erkennen lassen. zB halte ich mich für einen friedfertigen Menschen und hätte nicht gedacht, dass ich mit Zorn ein Problem habe. Die Diskrepanz zwischen meinen Erwartungen an die Folgsamkeit eines meiner Kinder und dessen Verhalten im „Home-Kindergarten“ haben mich eines Besseren belehrt. Eine schmerzhafte, aber wertvolle Erkenntnis, die mir Handlungsbedarf im Sinne von mehr Menschlichkeit aufzeigt.
    Im Sinne von „das Gute sehen“ und dem Kampf gegen Sorgen und negative Gedanken in diesen Zeiten hilft mir mein Glauben. Zu wissen, dass Gott mit Seinem Licht alles umgibt und dass unsere Prüfungen letztlich zu unserem Wohle sind, ist eine große Hilfe.

  • B. sagt:

    Wenn ich mich körperlich fit fühle, kann ich auch besser für andere da sein. Deswegen versuche ich, jetzt in der Corona-Zeit mehr auf die Gesundheit und Ernährung meines Körpers zu achten. Ich mache täglich Gymnastikübungen und trainiere zweimal wöchentlich moderat auf meinem Heimtrainer. Woran ich noch arbeiten möchte, ist, meinen übermäßigen Medienkonsum einzuschränken, da mir dies psychisch nicht gut tut.

  • M. Dian sagt:

    Ich finde, Menschlichkeit beginnt in erster Linie in den eigenen vier Wänden, sprich sich in die Lage der anderen zu versetzen: Ehefrau/Ehemann, Kinder, Eltern…
    Ich versuche, mehr mit der Familie zu unternehmen (in Österreich hat man tolle Wandermöglichkeiten), ich rufe regelmäßig meine Eltern an und sage ihnen ein paar stärkende Worte. Ich lobe die Kinder für ihre Erfolge, auch wenn diese Erfolge klein sind. Meiner Meinung nach brauchen die Menschen mehr als jemals zuvor Zuneigung und Nächstenliebe.

  • K sagt:

    Wir haben gedacht dass wir die Corona-Pandemie besiegt haben,
    Leider es ist zurück !
    Es heißt wieder aufpassen, vorallem auf die Risikogruppe!

  • A. sagt:

    Während das öffentliche Leben ob der Coronakrise zum Stillstand kam und viele arbeitslos wurden, durfte ich eine neue Arbeitsstelle antreten. Dafür musste ich jedoch die Wohnung verlassen, was eine extreme Herausforderung war, da ich introvertiert sowie ängstlich bin. Ausgerechnet in dieser Zeit musste ich aus beruflichen Gründen mit neuen Leuten sozialisieren und ich war besorgt mich dabei zu infizieren und meine Familie infolge dessen anzustecken. Glücklicherweise konnte ich meine Ängste überwinden, erfüllte meine Pflichten, übte mich in Dankbarkeit, vertraute dabei auf Gott und alles lief bisher gut.

  • A.S sagt:

    Viele Dinge, die zuvor für mich ganz wichtig waren, waren auf einmal nicht mehr vorrangig; wie z.B. das Berufsleben, die Einhaltung von beruflichen Terminen, die Karriere, etc. Auf der anderen Seite wurde mir bewusst, wie wichtig Gesundheit – welche ich bis dato als selbstverständlich erachtete – Familie, Zusammenhalt, Rücksicht auf andere zu nehmen bzw. ihre Rechte zu berücksichtigen, usw sind.
    Des Weiteren ist mir die Vergänglichkeit des Lebens bewusster geworden und das wir alle früher oder später dieses Leben verlassen werden.

  • Y. sagt:

    Es war ein segen, Zeit zu haben, um über die Prioritäten im Leben nachzudenken.
    Ich hatte Zeit für meine Familie. Ich rief meine Freunde und Verwandten an und hatte Zeit, meine Lieblingsbücher zu lesen. Ich fand heraus, dass ich sehr ungeduldig bin und versuchte täglich daran zu arbeiten.

  • Ira Lauren sagt:

    Der Corona Virus dient dem Erwachungsprozess der Menschheit. Wir erkennen dass wir mehr sind als unser physischer Körper, unser Beruf, unser Name, unsere Berühmtheit.. wir alle haben diese Kraftquelle in uns, die bedingungslose Liebe. Wir lernen wieder in Einklang mit der Natur, mit den Tieren zu leben. Die Natur konnte sich in dieser Zeit so gut erholen, wir müssen realisieren dass die Erde ein lebendiges Wesen , dass wir sie mit Liebe und Respekt behandeln sollten. Ich bin dankbar für diese Zeit, denn sie hat mich wieder viel erkennen lassen.

  • F.R. sagt:

    Das Virus hat mir gezeigt, wie belanglos vieles im Leben ist und wie schnell sich Prioritäten verschieben können. Wir Menschen sind heutzutage so kühn, dass wir uns trauen, mit Wissen und Technologie die Ungeheure Macht der Natur nachzuahmen, doch hat uns so eine winzige und unberechenbare Einheit der Natur gezeigt, dass die wahren Herrscher und Sieger dieser Welt nicht wir Menschen sind. Ich frage mich daher, wie man all seine Hoffnung auf die Menschheit setzen kann?

  • N. sagt:

    Das Virus hat das Gesicht der Welt verändert. Es wurde einem bewusst, dass alles vergänglich ist. Das Ganze brachte viele positive Wirkungen mit sich- wie z.B. für alle Kleinigkeiten dankbar zu sein oder bewusster zu handeln. Zudem konnte man sich in die Lage jener versetzen, die es schwerer hatten und konnte sie durch Spenden finanziell unterstützen. Dieser Lockdown führte auch dazu, dass sich die Umwelt erholen konnte.

  • S. sagt:

    Ich habe die Verordnungen eingehalten, jedoch nicht nur um mich zu schützen – viel mehr um die älteren Personen bzw. Risikogruppen in meiner Umgebung zu schützen. Weiters habe ich gelernt für alles – auch die alltäglichen Dinge, die man oft als Selbstverständlichkeit wahrnimmt – wertzuschätzen und dafür dankbar zu sein.

  • M sagt:

    For me these days were an opportunity to improve a few things:
    I was more thankful than before. I had time to read the books I love and got a lot of motivation from them and this motivation helped me to improve my relationship with my family (I managed to be more patient with them than before) and with my friends. I had more time to talk to them, share their sorrows and at the end laugh together …
    I could not imagine that staying at home could be so useful.

  • Johanna sagt:

    Ich habe mich bei der Nachbarschaftshilfe auf eine Liste setzen lassen, um für ältere Menschen oder Risikogruppen kleine Einkäufe im Supermarkt oder in der Apotheke zu erledigen.

  • A.G. sagt:

    Ich habe an lokale und internationale Hilfsorganisationen gespendet.

  • Thomas sagt:

    Obwohl ich die Masken (MN- Schutz) nicht mag, versuche ich, diese konsequent zu tragen,
    besonders, wenn ich mit älteren Menschen zusammen bin.

  • Stefan H. sagt:

    Das Homeschooling war anstrengend, aber meistens ist es mir gelungen, nachsichtig und
    geduldig zu sein.

  • Igor sagt:

    Ich versuche, in der Öffentlichkeit auf den empfohlenen Abstand zu anderen Menschen zu
    achten.

  • Alexandra sagt:

    Besonders während des Lockdowns habe ich viel Zeit am Telefon verbracht, um mit
    alleinlebenden Leuten zu sprechen und meine Hilfe anzubieten.

  • B. sagt:

    Ich habe versucht, meinen Eltern (Risikogruppe) meine Hilfe nicht aufzudrängen oder sie zu bevormunden.

  • Nina sagt:

    Obwohl ich in Kurzarbeit bin und mir das Geld fehlt, bleibe ich bei der Arbeit (meistens)
    positiv und optimistisch.

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